100 Jahre Asyl Cham - Ehrenbürgerrecht für Josef Huwiler

24.06.10

Gestern Abend fand im vollbesetzten Lorzensaal Cham die Vernissage des Buches "Vom Asyl Cham zur AndreasKlinik" sowie die Verleihung des Ehrenbürgerrechts an Josef Huwiler statt. Regierungsrat Joachim Eder hielt dabei eine mit Spannung erwartete Ansprache.

Die Spannung bezog sich vor allem auf den Umstand, dass das Verhältnis der Chamerinnen und Chamer zum Kanton in Sachen Spitalgeschichte über viele Jahre sehr zugespitzt war. Gesundheitsdirektor Joachim Eder nahm dies in seiner viel beachteten Rede auf, und zwar mit folgenden Gedanken: 

 

  • Wechselvolle Spitalgeschichte mit Höhen und Tiefen
  • Verschiedene Störmanöver
  • Druck erzeugt Gegendruck - Freude am Kämpfen
  • Heute aber ist ein Geschenk...
  • Wieder "sehr gutes Verhältnis" zum Kanton

 

"Eine Mouche - stilsicher, witzig und ironisch"

 

Das Echo auf Eders Ansprache war bei den Zuhörerinnen und Zuhörern äusserst positiv. So hielt Ehrenbürger Josef Huwiler, der im Mittelpunkt des gediegen gestalteten Abends stand, folgendes fest: "Eders Ansprache war eine 'Mouche'. Er hat das 'Kind beim Namen' genannt, war stilsicher, witzig und ironisch. Das Zuhören wurde zum Genuss. Eder hat die Chamer Bürgerinnen und Bürger mit seinem Auftritt begeistert."

 

Lesen Sie hier die ganze Ansprache von Regierungsrat Joachim Eder.

 

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Setzen wir dort, wo wir tätig sind und Verantwortung tragen, die richtigen Schwerpunkte, lassen wir uns nicht ablenken von Nebensächlichem und Unwichtigem, irreleiten von Unverbindlichem und Oberflächlichem. Tragen wir auch persönlich dazu bei, dass um uns herum weniger unnötige Hektik, weniger selbstgemachter Stress, weniger Druck herrscht. Damit sorgen wir für weniger Störungen, weniger Krankheiten, seelische und körperliche.

 

Entschleunigen wir dort, wo es möglich ist! Schalten wir mal einen Gang zurück, gönnen wir uns ein Timeout, eine Zeit ohne Computer, ohne Handy, ohne Fernsehapparat. Verschnaufpausen sind nötig, Motoren, die immer auf Hochtouren laufen, haben früher oder später nämlich einen grossen Schaden. Erleben und geniessen wir die Stille, die einmaligen Vorzüge und Schönheiten unseres Wohnortes, unseres Tales, unseres Kantons, unseres Landes! Der Anblick und das Erleben der Natur berühren nämlich unser Innerstes.

 

Ihr Joachim Eder