Verstärkte Alkoholprävention - speziell bei Jugendlichen

18.01.12

Die Gesundheitsdirektion des Kantons Zug blickt auf sechs Jahre intensive Arbeit in der Alkoholprävention zurück. Regierungsrat Joachim Eder und Chams Gemeindepräsident Bruno Werder präsentierten heute eine neue Zuger Strategie für die Jahre 2012 - 2018.

Joachim Eder führte an der Veranstaltung folgendes aus: "Die Überprüfung der Zielerreichung des ersten Kantonalen Alkohol-Aktionsplans (KAAP) zeigte deutlich, dass trotz der erfolgreichen Arbeit weiterhin grosse Herausforderungen bestehen, weil der Alkoholmissbrauch nach wie vor weit verbreitet ist: Viele Jugendliche betrinken sich regelmässig an den Wochenenden und viele Erwachsene konsumieren jeden Tag eine zu grosse Menge Alkoholisches. Deshalb ist der Alkohol die Droge Nr. 1 in unserer Gesellschaft, und es sind weiterhin substanzielle Anstrengungen nötig, um die gesellschaftlichen Belastungen durch den Alkoholmissbrauch zu reduzieren."

 

Lesen Sie hier Eders ganze Rede.   

 

Ziele der Drogenkonferenz

Der neue, zweite Kantonale Alkohol-Aktionsplan 2012 - 2018 setzt aufgrund der gewonnenen Erfahrungen aus dem ersten KAAP einen klaren Fokus auf die Daueraufgaben "Stärkung des Jugendschutzes" und "Zusammenarbeit und Synergiebildung mit Akteurinnen und Akteuren der Alkoholprävention". Konkret sollen folgende drei Schwerpunkte gesetzt werden:

  • Reduzierung des Rauschtrinkens, insbesondere bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen sowie Menschen im mittleren Lebensabschnitt
  • Verringerung des chronischen Überkonsums, vor allem durch Früherkennung und Behandlung
  • Senkung des Konsums vor dem oder beim Fahrzeuglenken, am Arbeitsplatz, in Kombination mit Medikamenten, in der Schwangerschaft oder Stillzeit.

Wichtiger Erfolgsfaktor Zusammenarbeit

"Die erzielten Fortschritte in der Alkoholprävention sind vor allem auf die wirkungsvolle Zusammenarbeit aller in diesem Bereich aktiven Akteurinnen und Akteure zurückzuführen", zeigt sich Regierungsrat Joachim Eder, Gesundheitsdirektor und Präsident der Drogenkonferenz, überzeugt. "Es freut mich ausserordentlich, dass wir mit sehr vielen Zuger Organisationen und Institutionen wirkungsvoll zusammenarbeiten können. So haben bei der Entwicklung des neuen KAAP über zwanzig Akteurinnen und Akteure aus dem Kanton Zug mitgewirkt, die sich auch bei der Umsetzung engagieren werden. Für deren Engagement zum Wohle der Zuger Bevölkerung danke ich im Namen der Drogenkonferenz ganz herzlich!"

 

Die Medien reagierten positiv auf die neuen Aktivitäten im Kanton Zug. Lesen Sie hier die Berichterstattung von Freddy Trütsch in der Neuen Zuger Zeitung: 

 

Zuger Jugendliche trinken zu viel (Titelseite) und Immer mehr 15-Jährige betrinken sich. 

 

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Setzen wir dort, wo wir tätig sind und Verantwortung tragen, die richtigen Schwerpunkte, lassen wir uns nicht ablenken von Nebensächlichem und Unwichtigem, irreleiten von Unverbindlichem und Oberflächlichem. Tragen wir auch persönlich dazu bei, dass um uns herum weniger unnötige Hektik, weniger selbstgemachter Stress, weniger Druck herrscht. Damit sorgen wir für weniger Störungen, weniger Krankheiten, seelische und körperliche.

 

Entschleunigen wir dort, wo es möglich ist! Schalten wir mal einen Gang zurück, gönnen wir uns ein Timeout, eine Zeit ohne Computer, ohne Handy, ohne Fernsehapparat. Verschnaufpausen sind nötig, Motoren, die immer auf Hochtouren laufen, haben früher oder später nämlich einen grossen Schaden. Erleben und geniessen wir die Stille, die einmaligen Vorzüge und Schönheiten unseres Wohnortes, unseres Tales, unseres Kantons, unseres Landes! Der Anblick und das Erleben der Natur berühren nämlich unser Innerstes.

 

Ihr Joachim Eder