Kantone als Träger von Gesundheitsförderung und Prävention

07.05.2009

"Prävention und Gesundheitsförderung: Selbstverantwortung oder Staatsgarantie?" war der Titel der heutigen Veranstaltung im Kongresshaus Zürich, die vom RVK, dem Verband der kleinen und mittleren Krankenversicherer organisiert wurde. Joachim Eder hielt ein Grundsatzreferat, das stark beachtet wurde.

Das Gesundheitswesen in der Schweiz ist auf einem hohen Niveau. Mittel und Wege müssen gefunden werden, welche eine dro-hende Überlastung des Budgets von Staat und Sozialversicherungen durch Gesundheitskosten vermeiden – aber ebenso die Lebensqualität erhal-ten und verbessern. Das 11. Schweizerische Forum der sozialen Krankenver-sicherung brachte ein ak-tuelles Thema zur Spra-che: Prävention und Ge-sundheitsförderung. Das neue Präventionsgesetz lässt kontroverse Thesen und Fragestellungen zu: Wie können Missbräuche verhindert werden? Soll der Staat die Richtung mit Gesetzen und Vorschriften vorgeben? Oder soll der Bürger zu mehr Selbstverantwortung motiviert werden?

 

Beachtliches Grundsatzreferat des Zuger Gesundheitsdirektors

 

"Gesundheitsförderung und Prävention kann nicht vom Staat verordnet werden. Alle sind betroffen!" sagte Joachim Eder, Regierungsrat und Gesundheitsdirektor des Kantons Zug sowie Präsident des Stiftungsrates Gesundheitsförderung Schweiz. Er appellierte an die Verantwortung aller Bürgerinnen und Bürger. Eder ist jedoch auch überzeugt, dass gesetzliche Rahmenbedingungen vorgegeben werden müssen. Er verlangte in Zürich eine gesundheitsfördernde Gesamtpolitik, die auf den bestehenden Strukturen aufbaut. Gesundheitsförderung und Prävention seien keine Frage des Geldes, sondern des politischen Willens.

 

Lesen Sie hier das ganze Referat des Zuger Gesundheitsdirektors.

 

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