Eder kreuzt die Klingen mit Thierry Carrel
15.08.2012Vor zwei Jahren ist das Bundesgesetz zum Schutz vor Passivrauchen in Kraft getreten. Seither sind in der Schweiz die meisten Restaurants und Bars rauchfrei. Der Lungenliga aber ist das Erreichte zu wenig. Eder duelliert sich darüber in der heutigen NZZ mit Herzchirurg Thierry Carrel.
Die Lungenliga will ein weitergehendes Rauchverbot am Arbeitsplatz; bediente Fumoirs und kleine Raucherbeizen sollen landesweit gänzlich verboten werden. In einer Debatte äussern sich Gegner und Befürworter zur Volksinitiative «Schutz vor dem Passivrauchen». Das Interessante am Duell: Joachim Eder ist ehemaliger Gesundheitsdirektor des Kantons Zug, und vertritt aus Überzeugung und mit gutem Gewissen ein Nein zur Initiative. Thierry Carrel ist Direktor der Universitätsklinik für Herz- und Gefässchirurgie am Inselspital Bern. Er steht ebenso klar und dezidiert für ein Ja ein.
Lesen Sie Joachim Eders Argumente und hier jene von Thierry Carrel.
Die ersten Echos von heute:
Lieber Joachim, Dein "Contra: Massvoll bleiben" in der NZZ von heute 15.8. hat mich beeindruckt und ich gratuliere dir. Ich habe zuerst den PRO Beitrag von Thierry Carrel gelesen und war für seine Sichtweise. Jetzt bin ich aber etwas verunsichert. J.K.
Lieber Joachim, zu deiner guten und mutigen Stellungnahme in der heutigen Ausgabe der NZZ gratuliere ich dir! Ich teile deine Meinung vollumfänglich: Sicherlich ist die Initiative zum Schutz gegen das Passivrauchen gut gemeint. Mit derartigen Erlassen (Erlasse haben wir eh schon mehr als genug) untergraben wir aber die Selbstbestimmung, die Übernahme von Verantwortung für sich selbst, die Rücksichtnahme auf andere (diese lässt sich bekanntlich nicht durch Normen und Gesetze erzwingen) sowie den föderalistischen Gedanken, der den Kantonen Gestaltungsfreiräume gewährt. All dies sind Werte, die für eine Gesellschaft unbestreitbar von hoher Bedeutung sind. K.K.
Mir ist das interessante Duell bereits heute früh aufgefallen. 1:0 für Eder... C.G.
Lieber Jochi, vielen Dank für Dein Statement in der heutigen NZZ. Damit bist Du in der Argumentation vollständig deckungsgleich mit BR Berset (s. sein Interview in der gestrigen Tagesschau SRF) oder er mit Dir???!!!... Thierry Carrels Position erscheint mir zu stark technologieorientiert. P.F.


