Ja zum Gotthard-Sanierungstunnel: Nachhaltig und sicher

04.01.2016

Heute präsentierte das Zentralschweizer Pro-Komitee in Luzern seine Argumente für den Bau eines Sanierungstunnels am Gotthard. Mit dabei war auch der Zuger FDP-Ständerat Joachim Eder. Lesen Sie den Bericht von Alex Piazza über die Medienkonferenz.

 

Der Gotthard-Strassentunnel muss alle 30 bis 40 Jahre saniert werden. Mit dem Bau einer zweiten Röhre wird das Problem dauerhaft gelöst, sagte der Zuger FDP-Ständerat Joachim Eder an der Medienkonferenz des überparteilichen Zentralschweizer Pro-Komitees vom Montag in Luzern. Die Alternative – der provisorische Bahnverlad von Privat- und Schwerverkehr – koste zwar etwas weniger. Diese Ausgaben seien aber «für die Katz, weil die entsprechenden Einrichtungen nach Abschluss der Sanierung ohne Nutzen wieder abgebrochen werden müssen». Das Verladeprovisorium ist laut Eder sowieso «ein Bastelwerk, das selbst bei störungsfreiem Betrieb nicht fähig ist, das heutige Verkehrsaufkommen zu bewältigen».

 

 

Joachim Eder: «Der Bau einer zweiten Röhre ist eine nachhaltige Investition in die Verkehrssicherheit am Gotthard – und respektiert die Alpenschutzinitiative.» (Bild Daniel Schwab, apimedia ag)

 

Wichtige Handelsverbindung

Hans Wicki, Präsident der Industrie- und Handelskammer Zentralschweiz, lenkte die Aufmerksamkeit auf die wirtschaftliche Bedeutung einer funktionierenden Strassenverbindung durch den Gotthard. «Italien ist der drittwichtigste Handelspartner der Schweiz», sagte Wicki. «Das temporäre Kappen der Gotthard-Strassenverbindung wäre deshalb ein unverzeihlicher Fehler. Gerade in Zeiten, wo die Schweizer Volkswirtschaft mit den Herausforderungen des starken Frankens zu kämpfen hat». Der Sanierungstunnel untergräbt laut Wicki auch nicht die 1994 vom Schweizer Volk angenommene Alpenschutzinitiative: «Auch nach der Sanierung wird – wie heute – nur eine Spur pro Richtung befahren. Wenn wir den Tunnel später mal vierspurig nutzen wollen, braucht es eine Verfassungsänderung, also eine Mehrheit von Volk und Ständen».

 

Weniger Unfälle

Das absolut wichtigste Argument im Abstimmungskampf der Sanierungstunnel-Befürworter ist aber die Verbesserung der Verkehrssicherheit. «Würde der alte Gotthard-Strassentunnel heute gebaut, müssten die Fahrspuren zwingend richtungsgetrennt angelegt werden», monierte Joachim Eder. Mit dem Bau einer zweiten Röhre könne die Gefahr von Frontalkollisionen praktisch ausgeschlossen werden. Dank einem neu vorhandenen Pannenstreifen kämen zudem die Einsatzkräfte einfacher und schneller zur Unfallstelle. Für den Zuger Standesvertreter in Bern ist deshalb klar: Bei der eidgenössischen Abstimmung vom 28. Februar macht nur ein Ja Sinn.

 

 

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