Mongolei - ein Land im Umbruch: Hilfe aus Zug

21.09.2007

Mongolei - ein Land im Umbruch: Die Pfarreien St. Michael / Gut Hirt, Zug unterstützen ein Hilfsprojekt der kleinen, 1992 gegründeten katholischen Mission im Geburtsland von Dschingis Khan. Als Landammann empfing ich Erzbischof Emil Paul Tscherrig, Botschafter des Vatikans für die Mongolei.

Erzbischof Tscherrig diskutierte am Abend unter der Moderation von Dr. Agnell Rickenmann mit Dr. Beat Kehrer, Präsident des Hilfswerkes "Swiss Surgical Team" und Andreas Kühnis, Leiter Asiengeschäft Credit Suisse über die Mongolei. Basis war dabei der ORF-Dokumentarfilm "Solange der Wind uns trägt - im Land des Dschingis Khan".

 

Hier ein Auszug aus meiner Begrüssungsansprache vom Nachmittag:

 

Offenbar herrscht im Land, besonders in der Hauptstadt Ulan Bator, bei vielen Menschen grosse Armut und Not. Es sind vor allem die Schwachen und Randständigen der Gesellschaft, die den Boden unter den Füssen verloren haben. So gibt es zum Beispiel ca. 2000 Strassenkinder, die in Kanalschächten leben.

Die beiden Zuger Pfarreien mit vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern wollen mit diesem Projekt ihre Solidarität zeigen und unterstützen die kleine Mission, die zum Überleben ausschliesslich auf Spendengelder angewiesen ist, bei ihrer wertvollen Arbeit. Es geht dabei um konkrete Projekte wie: Kauf von Einrichtungen für Schulzimmer, Kindergärten, Altenheime, Bibliothek für die Auszubildenden in verschiedenen Berufen, Beitrag zu den laufenden Kosten (Stromrechnung, Benzin, Heizöl für die Gebäude der Mission, etc.).

 

 

Landammann Joachim Eder empfing am 20. September 2007 Erzbischof Emil Paul Tscherrig, Botschafter des Vatikans für die Mongolei (rechts), in Zug. (Fotograf: Oliver Schnappauf) 

 

Mit diesem Projekt beginnt unter Umständen eine langjährige wertvolle Partnerschaft ohne Grenzen - so wie dies in verschiedenen anderen Aktivitäten aus unserem Kanton hinaus auch der Fall ist.

 

Es ist deshalb hier am Platz, allen Verantwortlichen ganz herzlich zu danken, jenen, welche die Idee hatten, jenen, die im Vordergrund tätig sind, aber auch jenen, die im Hintergrund wirken. Sie alle setzen ein Zeichen, in einer Zeit und Welt, in der dies bitter nötig ist.

 

Nun wissen wir alle und erleben es heute ja auch täglich irgendwo auf der Welt: Die finanzielle Hilfe einer solchen internationalen Partnerschaft ist die eine Seite. Ebenso wichtig, ja viel bedeutungsvoller sind die vielfältigen menschlichen und fachlichen Kontakte, die in der Zeit einer solchen Partnerschaft auf verschiedenen Ebenen stattfinden können.

 

Geld entwertet sich, dies gilt sogar für den harten Schweizer Franken. Die zwischenmenschlichen Beziehungen aber bleiben - sie sind Garant für eine echte und fruchtbare Zusammenarbeit und deshalb unvergesslich!



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