10. Nationale Gesundheitsförderungskonferenz eröffnet

24.01.2008

Heute eröffnete ich vor über 400 Personen im Kursaal Interlaken die 10. Nationale Gesundheitsförderungskonferenz. Das Motto 'Mit Überzeugung in die Zukunft' war treffend, konnte ich doch ankündigen, dass Gesundheitsförderung Schweiz im Jahre 2010 die Weltkonferenz in Genf organisieren wird.

Mit Ilona Kickbusch und Bosse Pettersson referierten angesehene Persönlichkeiten der internationalen Gesundheitsförderung in Interlaken. Und mit Alt Bundesrat und UNO-Sonderbotschafter Adolf Ogi sowie Benedikt Weibel (ehemaliger Chef der SBB und Delegierter des Bundesrates für die Euro 08)  waren zwei prominente Schweizer an dieser wichtigen nationalen Konferenz vertreten.

 

Als  Präsident der Stiftung Gesund-heitsförderung Schweiz und damit offizieller Gastgeber diskutierte ich nicht nur auf dem von Iwan Ricken-bacher moderierten Podium 'Gesund-heitsförderung und Prävention stär-ken: Einzelkämpfe oder kollektive Herausforderung?', sondern hielt auch noch die offizielle Berüssungsanspra-che, in deren Verlauf ich die Neuigkeit von der in Genf 2010 durchgeführten Weltkonferenz bekanntgeben konnte. Wörtlich führte ich in diesem Zusam-menhang aus:

 

Genf statt Hongkong!

"Die Stiftung Gesundheitsförderung Schweiz wird im Jahre 2010 die Weltkonferenz zur Gesundheitsförde-rung organisieren. Das ist ohne Übertreibung ein Highlight! Wir werden bei der Organisation mit dem Kanton Genf zusammenarbeiten und unsere Aktivitäten eng mit mehreren Bundesämtern koordinieren. Ursprünglich hätte diese Konferenz in Hongkong durchgeführt werden sollen. Aus uns nicht bekannten Gründen mussten sich unsere Kolleginnen und Kollegen aus China kurzfristig von der Organisation dieses Grossanlasses zurückziehen.

 

Im Jahre 1863 gründen Henry Dunant und einige Genfer das Internationale Komitee vom Roten Kreuz, dessen Ideal und Rolle heute immer noch aktuell sind. Seitdem hat sich Genf weiter als Stadt des Friedens und der grossen internationalen Verhandlungen profiliert. Heute beherbergt die Rhonestadt ca. 200 internationale Regierungs- und Nicht-Regierungs-Organisationen: das Büro der Vereinten Nationen (UNO), die Konferenz der Vereinten Nationen über Handel und Entwicklung (UNCTAD), die Internationale Arbeitsorganisation (IAO), die Weltgesundheitsorganisation (WHO), das Hochkommissariat für Flüchtlinge (HCR), usw.

 

Gesundheit und Nachhaltigkeit

 

Gemeinsam mit dem Kanton Genf haben wir gewissermassen den Steilpass angenommen und daraufhin mit den wichtigsten Kräften in unserem Land unsere Kandidatur erarbeitet – effizient und partnerschaftlich. Dass wir den Zuschlag für die Durchführung erhalten haben, ist die Krönung des gemeinsamen Vorgehens.

 

Nur weil wir schnell und koordiniert vorgegangen sind, haben wir die Konferenz auch thema­tisch prägen können: Die Weltkonferenz zur Gesundheitsförderung wird sich den Themen Gesundheit und Nachhaltigkeit widmen. Wir dürfen alle gespannt sein und freuen uns schon heute auf den Anlass in der Welt­gesundheitsstadt Genf. Was als «made in China» geplant war, wird also «Swiss made». Und «Swiss made», das wissen Sie, steht seit jeher für Qualität. Wir werden alles daran setzen, inhaltlich und als Gastgeber den Erwartungen an «Swiss made» gerecht zu werden." 

 

Thomas Zeltner, Direktor des Bundesamtes für Gesundheit, notiert sich das Datum der Weltkonferenz von 2010 in seine Agenda.  

 

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