Schirmherr für eine einzigartige Europameisterschaft in Cham

03.05.2008

Anlässlich der Fussball-EM 08 lud die Gemeinde Cham vom 1.-4. Mai insgesamt 16 Schulteams aus der Gemeinde, den deutschen Landkreisen Cham und Bautzen sowie aus Ralbitz ein, um im sportlichen und kulturellen Wettstreit einen Europameister zu ermitteln. Mit Freude war ich Schirmherr dieses Anlasses.

Als ich vom OK für die Schirmherrschaft dieses Anlasses angefragt wurde, sagte ich sofort zu: Ich war begeistert von der Idee, in der schönen Zuger Gemeinde Cham mit 11-13-Jährigen Mädchen und Knaben eine eigene EM durchzuführen. Durch das Darstellen einer fremden Nation und der Auseinandersetzung mit deren Traditionen sollen die Jugendlichen für mehr Toleranz, Solidarität und Verständnis sensibilisiert werden.

 

Auf der eigenen, sehr interessanten Homepage, auf der alles Wissenswerte rund um diesen Anlass (inklusive viele Fotos) enthalten ist, schreiben die verantwortlichen OK-Mitglieder Beat Schäli, Silvia Moos und André Dommann: "Der Entwicklung und Zunahme von Rassismus und Fremdenfeindlichkeit wollen wir durch die aktive Auseinandersetzung entgegenwirken. Die Entstehung neuer Freundschaften soll nachhaltig über dieses Projekt hinausführen."

 

Die 6. Klasse des Schulhauses Kirchbühl I schaffte als einziges Team aus der Schweiz den Einzug in den Halbfinal. Sie legten Ehre für Cham und für die Türkei ein, verloren dann aber gegen Polen (Philipp-Melanchthon-Gymnasium, Bautzen) und wurden zusammen mit Rumänien (Sorbische Mittelschule Ralbitz) hervorragende Dritte! Europameister wurde schliesslich Frankreich (Benedikt-Stattler-Gymnasium Bad Kötzting) dank einem klaren 9:2 Finalsieg über Polen.

 

Jugend als Botschafter für eine menschlichere Welt

 

Vor dem Kulturwettkampf im randvollen Lorzensaal in Cham betonte ich am 2. Mai 2008 nochmals folgendes: "Schulen spielen die EM! Für mich sind diese Tage ein starkes Signal, und zwar ein Signal von unten und ein Signal gegen aussen. Da ich früher selber jahrelang in der Schule und im Sport tätig war, bin ich überzeugt, dass gerade Kinder und Jugendliche uns Erwachsene in wichtigen Bereichen weiterbringen können: Dank ihrer natürlichen, ihrer spielerischen und ihrer spontanen Art sind sie Hoffnungsträger, sind sie in der Lage, mit einem solchen Anlass starke Zeichen zu setzen, Signale gegen aussen zu senden. Bleibt zu hoffen, dass diese Zeichen, diese Signale von genug Erwachsenen, im Speziellen von den Entscheidungsträgerinnen und -trägern unserer Gesellschaft, empfangen werden! Kinder und Jugendliche können nämlich – davon bin ich überzeugt – Botschafter des Friedens und der Toleranz sein, sie können helfen, dass die Integration und die Völkerverständigung besser werden. Damit leisten sie einen Beitrag für ein besseres Miteinander, für eine lebenswertere Gemeinschaft, letztlich also für eine menschlichere Welt."

 

Eindrücklicher Kulturwettkampf - mit Holland als Europameister

 

Der Kulturwettkampf war ein Erlebnis. Alle Klassen gaben sich sehr Mühe und bastelten im Vorfeld eine typische Skulptur ihres Landes. Im Lorzensaal stellten sie dann ihren Beitrag vor und warteten mit Spannung auf das Ergebnis der Jury. Diese entscheid sich für Holland als Europameister (5. Klasse Schulhaus Städtli 2) vor Kroatien (Klassen 5,6,7 Hauptschule Wittelsbacherstrasse München), Deutschland (5. Klasse Schulhaus Kirchbühl I) und Polen (Philipp-Melanchthon-Gymnasium Bautzen).

 

Die Kroaten wurden Vize-Europameister im Kultrwettkampf und bedankten sich auf sympathische Art und Weise beim Publikum.

 

Vielseitiges Rahmenprogramm

 

Die Jugendlichen, die alle bei Gastfamilien in Cham untergebracht waren, hatten ein vielseitiges Rahmenprogramm. So kamen u.a. auch Jürg Stiel, ehemaliger Schweizer Nati-Goalie und Martin Andermatt, Trainer von Young Boys Bern, nach Cham, um Autogramme zu geben. Karlheinz Sölch, Botschafter für den Landkreis Cham (links), der vom ganzen Anlass ebenfalls sehr begeeistert war, lässt sich hier die offiziellen Wimpel von Martin Andermatt unterzeichnen.  

  

 

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