Friedlicher Bewegungswettkampf im Ägerital

09.05.2008

Nach der Teilnahme am Salsa-Tanzkurs durfte ich die einmalige Bewegungswoche 'Tal uf Tal ab, alles i Bewegig!' abschliessen. Die beiden Gemeinden Oberägeri und Unterägeri lieferten sich einen friedlichen Wettkampf, den die Unterägerer dank den Schülerinnen und Schülern knapp gewannen.

'Tal uf, Tal ab - alles i Bewegig' war das Programm der Bewegungswoche vom 3. bis 9. Mai für das Aegerital, welche im Rahmen der gesamtschweizerischen Aktion schweiz.bewegt durchgeführt wurde. 25 Bewegungs- und Sportanbieter ermöglichten eine polysportive Auswahl von über 130 Bewegungseinsätzen.  Auch die Schulen Ober- und Unterägeri unterstützten die Challengewoche mit einem speziellen Programm und einem persönlichen Bewegungspass.

 

Spannender Zweikampf mit Foto-Finish

Die Gelegenheit, etwas für die eigene Gesundheit zu tun und dabei auch noch Bewegungspunkte im friedlichen Kampf gegen die Nachbargemeinde zu sammeln, wurde rege benützt. Insbesondere die Jugendlichen übertrafen alle Erwartungen und waren letztlich für den Sieg ausschlaggebend. Die ganze Woche hindurch führten nämlich die Oberägerer, bis heute Samstagabend die Resultate der Schulen bekannt wurden: Hier brachten die Unterägerer dank 10'220 Stunden (gegenüber 9600 von Oberägeri) die Wende und siegten mit insgesamt 11'667:23 Stunden gegenüber 11'410:44 Stunden von Oberägeri. Damit für das Duell gleiche Voraussetzungen bei der unterschiedlich grossen Bevölkerungszahl herrschten, wurden sämtliche Oberägerer Stunden mit dem Faktor 1.46 multipliziert.

 

 

 

Eröffnung in Unterägeri - Abschluss in Oberägeri

Der Start mit Apéro und einer Ansprache von Oberägeris Gemeindepräsident Pius Meier fand am Samstag, 3. Mai im Birkenwäldli Unterägeri statt. Die beiden Gemeinden luden anschliessend die Bevölkerung zu einer Gratisschifffahrt auf dem Aegerisee ein. Der Heimweg konnte dann zu Fuss, per Inline oder Velo zurück gelegt werden. Der Schlussabend von heute wurde in Oberägeri durchgeführt. Bei einer Ballnacht mit Salsatanzkurs oder mit Ballspielen wurden eifrig die letzten Bewegungspunkte gesammelt.

 

Aktive, lustige, erlebnisreiche Woche

Als Gesundheitsdirektor und Landammann des Kantons Zug wurde ich von den beiden OK-Präsidentinnen Barbara Strub und Antoinette Moser gebeten, den Abschluss dieser Bewegungswoche zu machen. Nachdem ich die letzten immer noch inoffiziellen Hochrechnungen bekanntgegeben und auch den Verantwortlichen und Mitwirkenden Dank und Anerkennung für die geleistete Arbeit  ausgesprochen hatte, erwähnte ich abschliessend noch folgendes:

 

"Bewegung ist nötig, das zeigten die Resultate der kürzlich veröffentlichten Sportstudie Schweiz 2008: Die Zahl jener, die sich nicht regelmässig bewegen und jener, die überhaupt keine sportliche Aktivität machen, ist seit 2000 nämlich gleich geblieben und beträgt immer noch – je nach Region und Geschlecht – zwischen 25 – 27%. All die Angebote, die wir haben, seien sie nun vereinsgebunden oder nicht, sprechen also einen Viertel unserer Bevölkerung nicht an. Von der Gesundheitspolitik her wissen wir nun aber, dass mangelnde Bewegung einige verheerende Folgen haben kann. Deshalb sind solche Aktivitäten wie 'Schweiz bewegt' sehr wichtig. Machen Sie weiter so, auch wenn es nicht mehr darum geht, die Nachbargemeinde zu schlagen. Wir tun es alle für uns und unsere Gesundheit!"

 

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