Neue mehrjährige Strategie der Zuger Regierung
31.03.2010Zentrale Themen der Strategie und der Legislaturziele sind die Wahrung des Gleichgewichts zwischen Wachstum und der natürlichen Ressourcen, die Haltung der Spitzenposition im Standortwettbewerb, die vernetzte, eigenverantwortliche Gesellschaft sowie der attraktive Lebens- und Wohnraum.
Zug ist ein lebenswerter Kanton mit starker Wirtschaft, gutem Bildungsangebot, breitem Kulturschafen und schöner Landschaft. In regionalen und nationalen Untersuchungen belegt er regelmässig einen Spitzenplatz. Diesen hohen Standard will der Regierungsrat pflegen und stärken. Dabei zeigt der Leitsatz "Mit Zug einen Schritt voraus" die Richtung auf. Definiert sind die Eckwerte der künftigen Arbeit in drei Dokumenten, nämlich in der übergeordneten Strategie 2010-2018, in den konkreten Legislaturzielen 2010-2014 und im Leitbild. Hier finden Sie das Wesentlichste zusammengefasst.
Sechs zentrale Herausforderungen
Der Kanton Zug muss in den nächsten Jahren sechs zentrale Herausforderungen bewältigen. Nur so kann er einer der erfolgreichsten Lebens- und Wirtschaftsräume der Schweiz bleiben. Ein besonderes Augenmerk legt der Regierungsrat dabei auf die Bildung, Wirtschaft, Behörden, Landschaft sowie Gesellschaft. Alles in allem hat der Regierungsrat 24 übergeordnete strategische Ziele definiert. Konkret möchte der Regierungsrat beispielsweise
- ein kleineres Bevölkerungs- und Arbeitsplatzwachstum,
- den sparsamen Umgang mit natürlichen Ressourcen fördern,
- eine stabile und konkurrenzfähige Steuerpolitik betreiben,
- für ein hohes Bildungsniveau sorgen,
- sich an regionalen, nationalen und internationalen Kooperationen beteiligen,
- den hohen Standard des Service public der Verwaltung wahren.
Fundierte und praxisnahe Strategie und Legislaturplanung
Die Strategie 2010-2018 des Zuger Regierungsrates ist ein fundiertes und praxisnahes Werkzeug, das ihm und der Verwaltung in den nächsten Jahren als Kompass dient. Erarbeitet wurde es von einer Projektgruppe unter der Leitung von Gianni Bomio, Generalsekretär der Volkswirtschaftsdirektion: "Sie basiert auf sogenannten Erfolgsfaktoren, also auf den Stärken des Kantons Zug". Insgesamt wurden 16 solcher Faktoren definiert. Das zeigt, dass Zug ein attraktiver Kanton ist. "Allerdings", schränkt Bomio ein, "sind verschiedene unter Druck oder gar gefährdet". So zum Beispiel die vielfältige Natur, die überschaubaren Verhältnisse, das Engagement der Bevölkerung oder die Verbundenheit mit der Zentralschweiz. Dementsprechend wurden denn auch die insgesamt 48 Legislaturziele definiert. Zum einen handelt es sich dabei um zentrale Grossprojekte und zum anderen um verschiedene wegweisende Projekte. Unter anderem will der Regierungsrat
- ein Weiterbildungsinstitut für Energie- und Rohstoffrückgewinnung (WERZ) fördern
- beim Polizeikonkordat Zentralschweiz mitmachen
- eine Innovationsschule als Pilot-Projekt in der Schweiz lancieren
- vielfältige Natur- und Landschaftsräume schaffen
- das "Zuger Chriesi" als Kulturgut wahren
- die Gesundheit der Familien mit Kindern stärken (Lesen Sie dazu die Ausführungen von Gesundheitsdirektor Joachim Eder)
- das E-Government ausbauen
Rollende Prüfung
Strategien und Ziele können natürlich nicht ewig gelten. Dafür ändern Umfeld und Ansprüche zu rasch. Der Regierungsrat wird deshalb alle zwei Jahre die Strategie und die Legislaturziele prüfen.
Leitbild für die Verwaltung
Die Zuger Verwaltung ist bekannt für ihre professionellen, speditiven und bürgernahen Dienste. Ihr Service public ist denn auch ein besonderes Markenzeichen des Kantons Zug. Die Eckwerte der Verwaltungskultur hat der Regierungsrat im Rahmen seiner Strategie nun auch in einem Leitbild mit sieben Leitsätzen zusammengefasst.

