1. Ägerer Chriesitag mit Läuten der "Chriesigloggä"
17.07.10Am 1. Ägerer Chriesitag wurde heute mit dem Läuten der "Chriesigloggä" eine alte Tradition wieder ins Leben gerufen. Gesundheitsdirektor Joachim Eder erklärte, warum sich der Kanton für die Förderung des Zuger Chriesi einsetzt.
Regierungsrat Joachim Eder gratulierte und dankte den Verantwortlichen unter Präsident Armin Ott zur Wiederaufnahme der schönen Tradition. Das Läuten der "Chriesigloggä" der beiden Pfarrkirchen von Unterägeri und Oberägeri war denn auch die feierliche Eröffnung des ersten Ägerer Chriesitages. Eder nannte die Zuger Kirschtorte zusammen mit den blühenden Kirschbäumen und den saftigen Kirschen ein Wahrzeichen des Kantons.
Regierungsrat will Zuger Chriesi als Kulturgut wahren
Der Gesundheitsdirektor fuhr in seiner Ansprache fort: "Wenn im Ägerital, wenn in unserem Kanton also die Aktivitäten rund ums Chriesi wieder verstärkt gefördert werden und aufleben, ja eine echte Renaissance mitmachen, dann ist das gut. Auch aus Sicht des Regierungsrates, der das Projekt Zuger Chriesi ja sogar in seine Legislaturziele 2010 - 2014 aufgenommen hat, und zwar unter dem Titel 'Haushälterischer Umgang mit natürlichen Ressourcen'. Es ist richtig und wichtig, und das ist auch die Botschaft des Zuger Regierungsrates, das Zuger Chriesi als Kulturgut zu wahren.
Der Rohstoff Zuger Chriesi wird nämlich langsam knapp. Oder wussten Sie, dass der Bestand an Kirschen-Hochstammbäumen seit 1950 um 60 Prozent zurückgegangen ist, das heisst von einst 40'000 Exemplaren auf gerade noch 16'000? War Ihnen auch bekannt, dass von den verbliebenen 16'000 "Hochstämmern" nur noch etwa die Hälfte gepflegt und geerntet wird?
Sie sehen also: Zuger Chriesi - und damit natürlich auch Ägerer Chriesi - sind eine wichtige Ressource, die man fördern muss. Wir unterstützen aus diesem Grunde auch die Kirschenoffensive, wir haben Freude, dass in unserem Kanton in diesem Zusammenhang so viel geht und nebst Traditionellem auch Platz da ist für Innovationen, wenn ich zum Beispiel an Chriesiwurst denke.
Konkrete Taten, nicht nur schöne Worte
Der Regierungsrat unterstützt diese Aktivitäten aber nicht nur mit Worten, sondern auch mit konkreten Taten: Ich denke an das Erstellen von vier neuen Autobahntouristiktafeln, welche zukünftig mit dem 'Chriesi' als Sympathieträger für den Kanton Zug werben. Ich erwähne den Projektbeitrag für die Gesuchserarbeitung 'Geschützte Geographische Angabe' (GGA) für die Zuger Kirschtorte. Damit soll die Zuger Kirschtorte ein unverwechselbares Label und einen weltweiten Schutz erhalten. Ich denke an das Projekt "Zuger Chriesi", ein Gemeinschaftswerk der drei Kantone Zug, Schwyz und Luzern sowie der Produzenten, Destillateure, Verarbeiter, Marketing- und Tourismusorganisationen."
Die neue Autobahntouristiktafel

