Unser Schweizer Kreuz - ein einmaliges Plus
01.08.10Unter das vielsagende Motto vom "Schweizer Kreuz als einmaliges Plus" stellte Regierungsrat Joachim Eder seine Festansprache zum Nationalfeiertag in Walchwil. Er lobte die Schweiz als souveränen, krisenresistenten Staat, auf den man stolz sein dürfe.
Joachim Eder betonte in seiner vielbeachteten Festansprache folgendes: "Sie in Walchwil sind Teil einer landesweiten friedlichen Grossdemonstration, bei der Zusam-mengehörigkeit und Gemeinschaftssinn, Verbundenheit und Solidarität, Freude und Dankbarkeit im Vordergrund stehen.
Freude und Dankbarkeit über unsere weltweit einmaligen demokratischen Rechte, die uns erlauben, alle vier Jahre auf sämtlichen Ebenen, also in der Gemeinde, im Kanton und im Bund, die Regierung zu wählen, Rechte, die uns erlauben, bei allen wichtigen Sachgeschäften an der Urne mitbestimmen zu können. Freude und Dankbarkeit über unseren Föderalismus, der die Macht auf das ganze Land verteilt und keine Konzentration in Bern zulässt. Freude und Dankbarkeit auch über unseren Wohlstand und die sozial stark ausgebauten Auffangnetze für all jene Personen, denen es bei uns nicht so gut geht. "
Weltweit unerreichte Stabilität
Eder weiter: "Ich bin überzeugt, dass die meisten Völker unserer Erde sofort und gern mit uns tauschen würden. Unser Land ist ein Hort der Sicherheit und des Friedens, und zwar mit einem weltweit unerreichten Mass an politischer und wirtschaftlicher Stabilität. Gerade die Euro-Krise zeigte mit unüberbietbarer Deutlichkeit, dass die Schweiz ein souveräner, krisenresistenter Staat mit einer überaus stabilen Währung ist. Für mich ist es jedenfalls unvorstellbar, unseren Schweizer Franken irgend-einmal durch den Euro zu ersetzen!"
Anschliessend kam Joachim Eder auf folgende Punkte zu sprechen:
- Hütet euch am Walchwilerberg!
- Die Symbolkraft des Schweizer Kreuzes
- Gesunder Patriotismus ist positiv - Einsatz für wichtige Ideale
- Verbindendes und Ausgleichendes ist nötiger denn je
Und schliesslich erwähnte der Zuger Gesundheitsdirektor noch etwas, das viele Zuhörerinnen und Zuhörer offensichtlich ebenfalls beschäftigte. Wörtlich führte er unter dem Titel
Was läuft falsch, wenn….
folgendes aus: "Zwei Fragen, die mich in den letzten Tagen beschäftigt haben, muss und will ich heute Abend auch noch loswerden: Was läuft in unserer Gesellschaft eigentlich falsch, wenn in unserem Land fast alle drei Minuten ein Velo gestohlen wird, wenn also das Eigentum anderer überhaupt nicht mehr geachtet wird? Was läuft in unserer Gesellschaft eigentlich falsch, wenn ein 17-jähriger Knabe ein gleichaltriges Mädchen, das er nach längerer virtueller Bekanntschaft erstmals sieht, tötet, mit der Begründung, sie habe ihn genervt? Hier ist es sogar das höchste Gut, das Leben, welches einfach wie eine billige Wegwerfware behandelt wird!
Auch solche unbequeme Fragen gehören zu einer 1. Augustansprache, weil sie Fehlentwicklungen und Irrwege aufzeigen, denen wir eigentlich persönlich mit aller Vehemenz entgegentreten müssten. Und zwar nicht mit Gesetzesparagrafen, sondern mit Massnahmen an der Wurzel und in den Keimzellen unserer Gesellschaft, in unseren Familien also! Ich weiss, dass dies vielleicht nicht alle gern hören, aber ich bin sicher, dass es so nicht weitergehen kann und darf! Deshalb rufe ich uns alle auf, dort, wo wir Einfluss haben, unsere Umgebung, unsere Mitwelt zu vermenschlichen, zum Beispiel, indem wir für unseren Nächsten und Liebsten mehr Geduld, mehr Zeit haben. Das wäre die wichtigste, aber auch nachhaltigste Veränderung!"

