Die über zehnjährige Regierungszeit geht langsam zu Ende

06.01.2012

Am 26. Januar 2012 wird Joachim Eder an der Sitzung des Zuger Kantonsrates offiziell verabschiedet, am 1. Februar 2012 übergibt er das Amt als Gesundheitsdirektor und Regierungsrat seinem Nachfolger Urs Hürlimann. Zusammen mit seinen Mitarbeitenden hat er in den vergangenen 10 Jahren viel erreicht.

 

Regierungsrat Joachim Eder besuchte mit den GL-Mitgliedern seiner Gesundheitsdirektion anlässlich der jährlichen Klausurtagung am 30. November 2011 das Hölloch Muotathal, welches mit 200 km die längste Höhle Europas und zugleich eines der grössten Höhlensysteme der Welt ist.

 

Als Joachim Eder kürzlich von einem Journalisten gefragt wurde, welches seine grössten Erfolge in den vergangenen zehn Jahren gewesen seien, gab er folgendes zur Antwort:

 

Als Zuger Gesundheitsdirektor habe ich Nägel mit Köpfen machen können. Alles Besondere aufzuzählen, würde den mir zur Verfügung stehenden Rahmen sprengen. Ich erwähne stichwortartig sieben mir wichtig erscheinende Punkte:

  1. Bau und Bezug des neuen Zuger Kantonsspitals in Baar. Mit diesem grössten Hochbauprojekt aller Zeiten konnte die jahrzehntelange Strukturbereinigung in der Zuger Spitalplanung abgeschlossen werden.
  2. In der Langzeitpflege, wegen der vermehrten Pflegebedürftigkeit unserer älteren Mitmenschen die grösste Herausforderung der Zukunft, haben wir zusammen mit den Gemeinden die Weichen für die Zukunft gestellt. 
  3. Die Gesundheitsversorgung im Kanton Zug ist auf einem hohen Stand. Die Bevölkerung ist gesamthaft gesehen ausgesprochen zufrieden, das hat eine repräsentative Befragung zeigt.
  4. Die Krankenkassenprämien sind für viele eine schmerzhafte Belastung des Haushaltsbudgets und bilden einen wesentlichen Teil der Lebenshaltungskosten. Bei uns sind sie nach wie vor gesamtschweizerisch sehr tief, jedenfalls deutlich unter dem gesamtschweizerischen Durchschnitt.
  5. Die beiden nationalen Grossprojekte 'neue Pflegefinanzierung' und 'Spitalfinanzierung' sind auf einem guten Weg. Die Vorlagen fanden breite Akzeptanz.
  6. In der Gesundheitsförderung und Prävention haben wir - so auch die Rückmeldungen aus anderen Kantonen - Zeichen gesetzt, und zwar nachhaltige. Unser Erfolgsrezept: Leistungsaufträge an bestehende private Organisationen, Vereine und Verbände, mehrjährige Strategien mit klaren Zielen und Massnahmen, an denen wir uns auch messen lassen. Wir betreiben vor allem keine Indoktrination und Bevormundung der Bevölkerung! Ich erwähne als jüngste Musterbeispiele die Krebsstrategie und das Konzept psychische Gesundheit. Beide sind erstmalig in unserem Land und werden, was mich freut, jetzt an anderen Orten übernommen. 
  7. Wir haben in unserem Kanton über 4000 Beschäftigte im Gesundheitswesen, haben also nicht nur Kosten, sondern generieren auch einen beachtlichen Mehrwert. Dies zu erwähnen ist für mich wichtig, gerade wenn wir an die Forderung 'mehr Arbeitsplätze' denken. Leider geht dieser Punkt bei vielen Diskussionen häufig vergessen.  
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